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02. November 2024
STABAT MATER VON KARL JENKINS - GROSSARTIGE KONZERTE MIT rund 240 MITWIRKENDEN IN WINTERTHUR UND STOCKACH
“Stabat Mater” - mit dieser Anfangssequenz aus einem mittelalterlichen Gedicht haben etwa 240 Musizierende, Sängerinnen und Sänger am 2. und 3. November 2024 ihre Konzerte in Winterthur und Stockach begonnen. Aufgeführt wurde das von orientalischen Melodien beeinflusste gleichnamige Werk des walisischen Komponisten Karl Jenkins unter der Leitung von Helmut Hubov. Das etwa 120-köpfige Projektorchester hat sich aus der Stadtharmonie Winterthur-Töss und dem Sinfonischen Blasorchester Stockach zusammen gesetzt. Der Chor hat ebenfalls aus etwa 120 Mitwirkenden bestanden und hat sich zusammengesetzt aus dem Chor alpha-cappella (Leitung Jens Hoffmann) der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) sowie vocal-track (Leitung Carmen Reverdin), dem Chor der reformierten Kirche Winterthur-Töss. Teil des Ganzen waren zudem die beiden international erfolgreiche Solistinnen, die Mezzosopranistin Angela Kerrison sowie die Ethnosopranistin Christin Maho.
Die Konzerte waren für alle Anwesenden ein grossartiges Erlebnis. Für die Musiker und Sänger war es nebst der Musik etwas ganz Besonderes, in einer so grossen Formation sowie mit den Profisolistinnen zusammen zu musizieren. Aber auch die drei Konzerte vor jeweils sehr gut besuchten Rängen in der Winterthurer Parkarena sowie der Jahnhalle in Stockach haben für ein gehöriges Kribbeln im Bauch gesorgt. Für die Zuhörer war es neben den klanglichen Eindrücken auch die Thematik des Stabat Mater selbst, die zu einem ergreifenden, emotionalen Empfinden geführt haben. Das mittelalterliche Stabat Mater Gedicht beschreibt die Leiden der Mutter Maria beim Kreuztod Jesu und ist als vertonter Text einer der Meilensteine abendländischer Musik. Kaum ein Bild löst mehr Emotionen aus als jenes der Mutter unter dem Kreuz des sterbenden Sohnes. Der Komponist Karl Jenkins hat in seinem 12 Sätze umfassenden Werk aber nicht nur alle Verse des mittelalterlichen Gedichts verarbeitet sondern auch ein Novum geschaffen, indem er das Wehklagen der Mutter Maria durch eine Ethnosopranistin in Aramäischer und Arabischer Sprache singen lässt. Er stellt damit sowohl in der Art des Singens als auch in der Sprache einen direkten Bezug zum Ursprungsland sowie dem kulturellen Umfeld der Kreuzigung Jesu her.
Die Reaktion des Publikums war denn auch eine Mischung aus beinahe grenzenloser Begeisterung über das klangstarke Erlebnis sowie Ergriffenheit über die Tiefgründigkeit und Tragik der Materie. Die Dankbarkeit der in Summe fast 2000 Zuhörer hat die intensive musikalische und organisatorische Vorbereitung des Stabat Mater Projekts jedenfalls vollumfänglich entschädigt. Für die rund 240 Mitwirkenden war es ein Erlebnis, an welches sie sich noch lange zurück erinnern werden...
Weitere Informationen zum Stabat Mater Projekt finden Sie unter dem folgenden Link
























































































































